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Es gibt insgesamt knapp 90 beschriebene Schlafstörungen. Die drei wichtigsten sind:
Bei der Unterscheidung zwischen Einschlaf- und Durchschlafstörungen zählt das Restless-Legs-Syndrom zu der erstgenannten Gruppe, es handelt sich um unangenehmes Spannen, Kribbeln oder Ziehen in den Beinen, welches durch Bewegung nachlässt, der Betroffene wandert meist umher. Unter Narkolepsie versteht man den Zwang zum Einschlafen, gleich in welcher Situation. Mit Schlafapnoe beschreibt man eine schlafbedingte Atmungsstörung, bei der nächtlicher Atemstillstand ab 10 und bis zu 60 Sekunden und mehr auftritt. In der schweren Ausprägung geschieht dies über 25 mal in der Stunde. Dieser Atemstillstand ereignet sich durch einen Verschluss im Rachen, hervorgerufen durch ein Nachlassen der Muskelspannung im Schlaf. Durch den Sog beim Atmen verengt sich der Rachen dann weiter bis hin zum totalen Verschluss. Obwohl die Atembewegungen weitergehen, herrscht nach dem vorangegangenen Schnarchen jetzt Stille. Wir bekommen ungenügend Sauerstoff über die Lunge ins Blut, der Körper steigert vergeblich seine Atemanstrengungen. Über bestimmte Messstellen bekommt das Gehirn jetzt Daten über die lebensbedrohliche Situation und reagiert. Kurzfristig wacht der Betroffene auf oder ändert das Schlafstadium, die Muskelspannung baut sich wieder auf, die Atembewegung führen wieder zum Luftfluss, es kommt wieder zur Sauerstoffversorgung des Blutes. Diese Weckreaktionen (Arousal) können sich einige hundert Male in der Nacht wiederholen, sie werden jedoch von dem Patienten wegen ihrer Kürze von nur wenigen Sekunden nicht bewusst erlebt, das heißt, er erinnert sich nicht an die Vorfälle in der Nacht. Die erheblichen Unterbrechungen des nächtlichen Schlafes - die Fragmentierung - lassen den Betroffenen nicht die Tiefschlafphase erreichen. Er erholt sich in der Nacht also kaum, fühlt sich morgens nach dem Aufwachen wie gerädert und abgeschlagen. Tagsüber stellt sich eine erhebliche Müdigkeit ein, die Leistung und Konzentration sind eingeschränkt, er schläft in monotonen Situationen ein. Die beim Schnarchen hörbaren Atemgeräusche - meist beim Einatmen - rühren daher, dass das erschlaffte Gaumensegel oder der zurückgesunkene Zungengrund sich der Rachenwand nähern und im Luftstrom vibrieren. Es ist das Geräusch des teilweise verschlossenen Atemweges während des Schlafens; beim totalen Atemstillstand, der Schlafapnoe, herrscht Stille. Grundsätzlich unterscheidet man beim Schnarchen zwei Formen; das eine, sog. primäre Schnarchen ist ein sozial störendes Schnarchen, also kein gesundheitliches Problem, sondern eher eine Störung des Bettpartners oder der Umwelt. Dieses regelmäßige Schnarchen hat keinen krankmachenden Charakter (Vorkommen bei 40 bis 70 % der Bevölkerung), kann aber Vorstufe unten genannter Erkrankungen sein. Das obstruktive Schnarchen (Vorkommen 20 % der Bevölkerung) rührt von einer Erhöhung des Atemwiderstandes durch Verschluss der oberen Luftwege her, wie bei der Apnoe wird die Schlafarchitektur durch häufige Weckreaktionen gestört, mit der Folge der morgendlichen Abgeschlagenheit, der verstärkten Tagesmüdigkeit mit großßer Einschlafneigung in monotonen Situationen (Alltagssituationen). Diesem unregelmäßigen obstruktiven Schnarchen fällt gesundheitsgefährdender Charakter zu. Sowohl beim obstruktivem Schnarchen als auch bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es vielfach zu
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