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Schlaf
Ein Drittel seines Lebens schläft der
Mensch. Säuglinge und Kinder schlafen anders als
Jugendliche und Erwachsene, deren Schlafgewohnheiten sich wiederum von denen
älterer Menschen unterscheiden. Der Schlaf ist für uns lebensnotwendig.
Seit ca. 30 Jahren sind der Schlaf und
seine Störungen in zunehmendem Maße Gegenstand medizinischer Forschung, gesunder
Schlaf ist ein wesentlicher Teil des biologischen Rhythmus des Menschen.
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft
für Schlafmedizin (DGSM) leiden in Deutschland mehr als 10 % der Bevölkerung
unter Schlaf- Wach- Störungen, darunter sind allein 800 000 Schlafapnoekranke.
Eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Tagesmüdigkeit mit Einschlafneigung führen
oft zu fatalen Ereignissen, wie das Beispiel des Tankerunglücks der „Exxon
Valdez" verdeutlicht. Der HUK Verband Bayern wies nach, daß 21% aller
Verkehrstoten als Unfallfolge durch Einschlafen am Steuer anzusehen sind.
Bereits im Oktober 1966 hat das Bundesministerium für Verkehr die Bestimmung
herausgegeben, daß bei Personen, die Kraftfahrzeuge zur Personenbeförderung führen
(§ 15d, StVO) und bei Berufskraftfahrern bei diagnostizierten Schlafstörungen
der Nachweis einer erfolgten Therapieeinleitung und deren regelmäßiger
Kontrolle zu führen ist. Desweiteren sinkt bei den Betroffenen langfristig die
Lebensqualität, man nimmt bei starken Schlafapnoikern u.a. einen Anstieg von
Herzrhythmusstörungen, Infarktraten Bluthochdruckerkrankungen, Schlaganfällen
und der Zuckerkrankheit an. Oft kommt es zu Depressionen, Persönlichkeitsveränderungen
und sexuellen Funktionsstörungen.
Der Schlaf eines Gesunden läuft in
mehreren Zyklen (meist 4-6 mal) unterteilt in 5 Stadien ab, (Bild) es
handelt sich dabei um einen Zustand motorischer Ruhe mit fehlender sensorischer
Aktivität. Einmal schlafen wir flacher, dann wieder tiefer oder wir träumen.
Als die eigentlich erholsamen und zwingend notwendigen Stadien des Schlafes
gelten die Stadien 3 und 4, der sogenannte Tiefschlaf. Für die seelische
Erholung sorgt der Traumschlaf (REM Schlaf).
Welche Leistung erbringt unser Gehirn während
des Schlafes?
Es senkt das Bewußtsein auf ein anderes
Niveau, das heißt aber nicht, daß die Organe total „abschalten", wir
also ohnmächtig sind.
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Herz und Kreislauf
Der Puls verlangsamt sich, der Blutdruck
sinkt. Im Traumschlaf steigt der Herzschlag an.
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Atmung
Die Anzahl der Atemzüge geht gering zurück,
das Atemvolumen wird reduziert. Im Traum steigt die Atemaktivität
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Körpertemperatur
Die meisten Stoffwechselvorgänge sinken,
synchron damit die Körpertemperatur. Der Körper gibt nachts Wärme ab.
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Bewegungsapparat
Die Muskelspannung nimmt in den
verschiedenen Schlafstadien ab, nur das Zwerchfell und wenig andere Muskeln sind
aktiv. In den Traumphasen steigt die Spannung an.
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Gehirn
Während des Schlafes sendet das Gehirn
charakteristische Ströme aus, die Auskunft über Schlaftiefe und Schlafstadien
geben.
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Ein gesunder, erholsamer Schlaf setzt eine
gewisse Schlafhygiene voraus, hierzu zählen:
• Dauer des Schlafes (zwischen sieben und
acht Stunden).
• Niedere Raumtemperatur.
• Wenig äußere Reize (Lärm, Licht,
Geruch).
• Regelmäßigkeit der Bettzeiten.
• Kein abendlicher Medikamenten- /
Alkoholabusus.
• Regelrechte Ernährungsgewohnheiten.
• Vermeiden von
Disstress.
•
Ausgeglichene abendliche Ernährung.
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